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# WeLoveNature

 

Nachhaltigkeit und Back to Nature sind beim Wein ein immer wichtigeres Thema. Wir unterstützen diesen Trend sehr gerne und haben Euch diesen Monat deshalb Weine der Kategorie Vin Vivant (Natural-Weine) ausgewählt. Sommerlich erfrischend, nachhaltig und spannend!

ORANGE, NATURAL, RAW WINES

Vor zwanzig Jahren galt eine rote Cuvée, gereift in teurer neuer französischer Eiche, für so manchen Winzer als Höhepunkt der Weinmode. Aber die Zeiten haben sich geändert – neue Eiche ist heute nicht mehr das Maß aller Dinge.

Die Weinerzeuger von heute kredenzen lieber ihren „Orange Wine“ oder eine spezielle Cuvée ohne Schwefelzusatz – vielleicht sogar einen „Natural Wine“. Gelegentlich verwenden sie auch Begriffe wie „Raw Wine“, „Maischekontakt“ oder das Adjektiv „maischevergoren“.

NATURAL WINE UND RAW WINE

Natural Wine“ bildet – gemeinsam mit seinem Synonym „Raw Wine“ – die größte dieser Kategorien.  „Natural Wine“ ist ein Begriff, der sich in den letzten zehn Jahren zunehmend als Bezeichnung für Weine durchgesetzt hat, die mit geringstmöglichem Eingriff bei der Vinifikation durch den Winzer hergestellt werden.

Die Anfänge der Natural-Wine-Bewegung liegen im Frankreich der 1980er-Jahre. Zu jener Zeit begannen Jules Chauvet und Jacques Néauport zu experimentieren, wie man Wein ohne Einsatz von Antioxidationsmitteln und das Konservierungsmittel Schwefeldioxid herstellen kann. Seitdem hat sich „vin nature“ zu einer facettenreichen globalen Gegenkulturbewegung entwickelt, die sich der Homogenisierung, Industrialisierung und der Kultur der Parker-Punkte entgegenstellt, welche die 1990er- und 2000er-Jahre dominierte.

Was sagt das über die Flüssigkeit in der Flasche aus? Entsprechend der gängigen Meinung basiert die Idee des Natural Wine auf folgenden Grundlagen:

·         biologischer oder biodynamischer Weinbau – egal ob mit oder ohne Zertifizierung

·         von Hand gelesene Trauben

·         spontane Gärung ohne Einsatz von Zusatz- und/oder Laborhefe

·         keine Zusätze zum Most bzw. keine Anpassungen des Mosts: keine Säuerung, keine Chaptalisation und kein Zusatz von Hefenährstoffen oder Enzymen

·         keine starke Bearbeitung des Weins, z.B. mittels Schleuderkegelkolonne, Umkehrosmose, Mikrooxygenierung oder Kryoextraktion

·         keine Filtration

·         keine Schönung

·         minimale oder gar keine Schwefeldioxidzugabe

Eine berechtigte Frage an dieser Stelle wäre: „Reicht es nicht aus, einfach zertifiziert biologisch und/oder biodynamisch zu sein?“ Die Antwort wäre komplex. Tatsache ist jedoch, dass diese Anbaumethoden nicht alles kontrollieren, was im Weinkeller vor sich geht, obwohl sie bereits niedrigere SO2-Gesamtgrenzwerte als bei konventionellen Weinen vorgeben. 

Ein Erzeuger kann eine Bio-Zertifizierung haben und als Ausgangsmaterial über hervorragende, sogar biodynamisch angebaute Trauben verfügen, im Keller dann jedoch eher konventionell arbeiten. An dieser Stelle könnte man argumentieren, dass beim Kunden dadurch eine Fehlannahme entsteht: Dieser sieht die biodynamische Zertifizierung auf der Flasche und erwartet daher ein Produkt, das eher „natürlich“ und weniger „industriell“ ist. Die Natural-Wine-Bewegung geht auf dieses Problem ein, indem sie anerkennt, dass Konsequenz im Weinkeller ebenso wichtig ist wie im Weingarten, das heißt, dass auch im Weinkeller eine möglichst naturnahe Behandlung der Trauben und des Weins erfolgen sollte.

ORANGE WINE

„Orange Wine“ wird oft mit „Natural Wine“ verwechselt, die beiden Begriffe werden gelegentlich auch fälschlicherweise als Synonyme verwendet. Während „Natural Wine“ auf eine breitgefächerte Kategorie – oder vielmehr auf eine ganz besondere Ideologie – verweist, so bezieht sich „Orange Wine“ schlicht und einfach auf eine spezielle Weinbereitungstechnik.

Der Name „Orange Wine“ wurde 2004 vom britischen Weinimporteur David A. Harvey geprägt und hat sich seitdem als gängige Bezeichnung für Weine etabliert, die einen längeren Maischekontakt bzw. eine verlängerte Mazeration durchlaufen haben (Tage, Wochen oder sogar Monate).

So wie „Roséwein“ einen Wein aus roten Trauben mit sehr kurzem Maischekontakt bezeichnet, ist „Orange Wine“ ein Wein aus weißen Trauben mit verlängertem Maischekontakt während der Gärung. Dies hat dazu geführt, dass manche „Orange Wine“ als die „vierte Weinfarbe“ oder als „Weißwein, der wie Rotwein hergestellt wird“ bezeichnen.

 

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Nachhaltigkeit und Back to Nature sind beim Wein ein immer wichtigeres Thema. Wir unterstützen diesen Trend sehr gerne und haben Euch diesen Monat deshalb Weine der Kategorie Vin Vivant (Natural-Weine) ausgewählt. Sommerlich erfrischend, nachhaltig und spannend!

ORANGE, NATURAL, RAW WINES

Vor zwanzig Jahren galt eine rote Cuvée, gereift in teurer neuer französischer Eiche, für so manchen Winzer als Höhepunkt der Weinmode. Aber die Zeiten haben sich geändert – neue Eiche ist heute nicht mehr das Maß aller Dinge.

Die Weinerzeuger von heute kredenzen lieber ihren „Orange Wine“ oder eine spezielle Cuvée ohne Schwefelzusatz – vielleicht sogar einen „Natural Wine“. Gelegentlich verwenden sie auch Begriffe wie „Raw Wine“, „Maischekontakt“ oder das Adjektiv „maischevergoren“.

NATURAL WINE UND RAW WINE

Natural Wine“ bildet – gemeinsam mit seinem Synonym „Raw Wine“ – die größte dieser Kategorien.  „Natural Wine“ ist ein Begriff, der sich in den letzten zehn Jahren zunehmend als Bezeichnung für Weine durchgesetzt hat, die mit geringstmöglichem Eingriff bei der Vinifikation durch den Winzer hergestellt werden.

Die Anfänge der Natural-Wine-Bewegung liegen im Frankreich der 1980er-Jahre. Zu jener Zeit begannen Jules Chauvet und Jacques Néauport zu experimentieren, wie man Wein ohne Einsatz von Antioxidationsmitteln und das Konservierungsmittel Schwefeldioxid herstellen kann. Seitdem hat sich „vin nature“ zu einer facettenreichen globalen Gegenkulturbewegung entwickelt, die sich der Homogenisierung, Industrialisierung und der Kultur der Parker-Punkte entgegenstellt, welche die 1990er- und 2000er-Jahre dominierte.

Was sagt das über die Flüssigkeit in der Flasche aus? Entsprechend der gängigen Meinung basiert die Idee des Natural Wine auf folgenden Grundlagen:

·         biologischer oder biodynamischer Weinbau – egal ob mit oder ohne Zertifizierung

·         von Hand gelesene Trauben

·         spontane Gärung ohne Einsatz von Zusatz- und/oder Laborhefe

·         keine Zusätze zum Most bzw. keine Anpassungen des Mosts: keine Säuerung, keine Chaptalisation und kein Zusatz von Hefenährstoffen oder Enzymen

·         keine starke Bearbeitung des Weins, z.B. mittels Schleuderkegelkolonne, Umkehrosmose, Mikrooxygenierung oder Kryoextraktion

·         keine Filtration

·         keine Schönung

·         minimale oder gar keine Schwefeldioxidzugabe

Eine berechtigte Frage an dieser Stelle wäre: „Reicht es nicht aus, einfach zertifiziert biologisch und/oder biodynamisch zu sein?“ Die Antwort wäre komplex. Tatsache ist jedoch, dass diese Anbaumethoden nicht alles kontrollieren, was im Weinkeller vor sich geht, obwohl sie bereits niedrigere SO2-Gesamtgrenzwerte als bei konventionellen Weinen vorgeben. 

Ein Erzeuger kann eine Bio-Zertifizierung haben und als Ausgangsmaterial über hervorragende, sogar biodynamisch angebaute Trauben verfügen, im Keller dann jedoch eher konventionell arbeiten. An dieser Stelle könnte man argumentieren, dass beim Kunden dadurch eine Fehlannahme entsteht: Dieser sieht die biodynamische Zertifizierung auf der Flasche und erwartet daher ein Produkt, das eher „natürlich“ und weniger „industriell“ ist. Die Natural-Wine-Bewegung geht auf dieses Problem ein, indem sie anerkennt, dass Konsequenz im Weinkeller ebenso wichtig ist wie im Weingarten, das heißt, dass auch im Weinkeller eine möglichst naturnahe Behandlung der Trauben und des Weins erfolgen sollte.

ORANGE WINE

„Orange Wine“ wird oft mit „Natural Wine“ verwechselt, die beiden Begriffe werden gelegentlich auch fälschlicherweise als Synonyme verwendet. Während „Natural Wine“ auf eine breitgefächerte Kategorie – oder vielmehr auf eine ganz besondere Ideologie – verweist, so bezieht sich „Orange Wine“ schlicht und einfach auf eine spezielle Weinbereitungstechnik.

Der Name „Orange Wine“ wurde 2004 vom britischen Weinimporteur David A. Harvey geprägt und hat sich seitdem als gängige Bezeichnung für Weine etabliert, die einen längeren Maischekontakt bzw. eine verlängerte Mazeration durchlaufen haben (Tage, Wochen oder sogar Monate).

So wie „Roséwein“ einen Wein aus roten Trauben mit sehr kurzem Maischekontakt bezeichnet, ist „Orange Wine“ ein Wein aus weißen Trauben mit verlängertem Maischekontakt während der Gärung. Dies hat dazu geführt, dass manche „Orange Wine“ als die „vierte Weinfarbe“ oder als „Weißwein, der wie Rotwein hergestellt wird“ bezeichnen.

 

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